Freitag, 3. Februar 2017

Eine weitere Woche - zwei weitere Kapitel^^

Halli Hallo meine Lieben.

Eigentlich wollte ich die Review zu meinem aktuell ausgelesenen Buch schreiben, aber ich hatte gerade mehr Lust, an einem weiteren Kapitel zu schreiben, denn meine Lieben Mitschüler sorgen immer fleißig für Nachschub^^
Daher werden es heute gleich zwei davon.

Kapillarität …

Dienstagmorgen, Besprechung der Fragen zur Wiederholung des Stoffes. Wie immer ging es eher schleppend voran, nicht, weil die Fragen zu schwer gewesen wären, nein, es mangelte schlicht an der nötigen Bereitschaft, hin und wieder auch zu Hause mal seine Unterlagen durchzuschauen und vielleicht auch mal den ein oder anderen Fachbegriff zu lernen.
Der Job als Friseur setzt - anders als die meisten glauben - einiges an fachlichen Kenntnissen voraus. Hierzu gehören nicht nur, in welchem Winkel man Haare richtig schneidet oder wie man einen Wickler richtig eindreht, sondern auch, wie Farbe und Dauerwellflüssigkeit funktioniert, wie diese im Haar wirken und warum.
Kapillarität z.B. begegnet uns immer wieder. Dies ist die Fähigkeit von Flüssigkeiten, in engen Zwischenräumen aufzusteigen und sich zu verteilen, also wenn wir Haare aufwickeln und Dauerwellflüssigkeit auftragen, verteilt diese sich gleichmäßig im Haar, ohne, dass man die Spitzen einzeln benetzen müsste.
Ich nehme an, jeder, der das gelesen hat, hat es jetzt verstanden und kann den Begriff nun erklären.
Nicht so in meinem Kurs.
Meine „liebste“ Mitschülerin, Nuran, hörte nicht zu und hatte daher die entsprechende Antwort verpasst (macht ja nichts, jeder hört mal nicht zu).
Also kleine Erklärung meinerseits für Nuran: „Kapillarität ist die Eigenschaft von Flüssigkeiten, in engen Zwischenräumen aufzusteigen und sich zu verteilen.“
Da sie nun die Erklärung noch nicht verstanden hatte, wiederholte ich die Antwort. Doch noch immer beteuerte sie, die Antwort nicht verstanden zu haben. Eine dritte Wiederholung folgte.
Da nun die ersten Mitschüler ungeduldig wurden, erhöhte sich allmählich der Lautstärkepegel im Raum, was Nuran dazu bewegte, nun ihrerseits ungeduldig zu werden und sich lautstark darüber auszulassen, dass es ja nun nicht sein könne, dass alle so laut seien und sie dadurch in der hinteren Sitzreihe nichts verstehen könne.
Wir erinnern uns: noch vor dieser Frage hatte sie selbst mit ihren Sitznachbarn gequatscht und daher die korrekte Antwort verpasst.
Es folgte eine weitere Erklärung, jedoch ohne Erfolg, da Nuran nun ihrerseits wieder nicht mehr zuhörte, sondern sich bei ihren Sitznachbarn darüber beschwerte, dass es unverschämt und respektlos sei, dass alle immer dazwischenreden würden.
Die Diskussion ging noch einige Minuten weiter. Erklärungs- sowie Klärungsversuche scheiterten. Bei der siebten Erklärung reichte es mir dann endgültig.
Ich sagte ihr, sie solle sich doch bitte zu Hause auch mal hinsetzen und lernen, dann müsse sie nicht x-fach Dinge nachfragen und wir könnten endlich mal mit wichtigeren Themen weiter machen, als endlos Begriffe zu erklären, die inzwischen jeder kennen sollte, da sie nicht erst seit gestern bekannt sind.
Leider führte die Ansage nicht zum gewünschten Ergebnis. Weder ging es danach mit dem Unterricht weiter, noch hat es etwas an ihrer Haltung zum Lernen geändert. Wenn man sie fragt, was Kapillarität ist, kennt sie die Antwort noch immer nicht und wird sie wohl auch nie kennen.
Aber mir sichert es vielleicht das nächste Kapitel ;)

Und weil ich gerade so schön dabei bin...

Das Mysterium der Hygroskopizität

Ihr kennt das: Gerade die Haare glatt geföhnt, draußen nieselt es und kaum habt ihr das Haus verlassen, schon kräuseln sich die Haare wieder. Haarspray und Haarschaum sind machtlos.
Dieses Phänomen hat mit der Hygroskopizität der Haare zu tun.
Unsere Haare sind nämlich in der Lage, Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufzunehmen. Dadurch lösen sich teilweise die Wasserstoffbrücken und die Haare kehren in ihre Ursprungsformm zurück, die sie vor dem Glätten hatten. Genauso läuft es auch mit Locken, die nach einer halben Stunde wieder verschwunden sind.
Einfach oder?
Trotzdem mussten wir am Dienstag zum zigtausendsten mal erklären, was Hygroskopizität ist. Das lösen der Brückenbindungen im Haar scheint etwas seeehr kompliziertes zu sein.
Nachdem der fünfte Erklärungsversuch gescheitert war, hat unsere Dozentin darum gebeten, es doch einfach im Buch nachzuschlagen.
Selbstverständlich musste dann auch noch einmal ausführlich geklärt werden, wo genau im Buch das steht, denn wir erinnern uns: nicht jeder kennt ein Inhaltsverzeichnis und das Nutzen eines Stichwortverzeichnisses will gelernt sein, denn im Ausland braucht man so komplizierte Dinge ja nicht.
Während einigen Mitschülern schon vor Lachen die Luft wegblieb, hat unsere Dozentin geduldig erklärt, auf welcher Seite des Buches unser heutiges Mysterium zu finden ist und in welchem Absatz denn nun die ersehnte Erklärung steht.
Nach Scheitern dieses Versuches (ja, nicht jeder kann mit Büchern umgehen, ist aber auch kompliziert, so ein Ding mit so vielen Seiten und lauter Buchstaben drin), musste der gewünschte Begriff nun an der Tafel erklärt werden.
Schließlich war die Formulierung im Buch ja auch viel zu kompliziert (Hier die Passage aus dem Fachbuch: Als Hygroskopizität bezeichnet man die technische Eigenschaft der Haare, Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufzunehmen und zu binden.) und überhaupt ist das ja auch kein gutes Buch, weil da viel zu viele Fremdworte benutzt werden, statt es in einfachen Worten zu erklären, so dass es jeder versteht. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir uns demnächst in Fachsprache ausdrücken würden, wir studieren ja nicht Medizin, sondern werden nur Friseure und wer es genauer wissen will, kann ja studieren gehen (nicht meine Worte).
Nachdem wir nun also rund 20min für Erklärung, Diskussion und Anschreiben der Erklärung verschwendet hatten, mussten wir nun weitere 10min diskutieren, ob man das nicht einfacher ausdrücken kann und ob man das für die Prüfung denn wirklich so genau braucht.
Und wer glaubt, schlimmer könne es nun nicht mehr werden: es gab die Klausuren zurück (und ja, ich darf mich über die Dummheit anderer aufregen, denn unter meiner Klausur stand eine eins – ohne großen Lernaufwand).
Ich hätte nicht erwartet, dass der Tag noch blöder werden könnte, aber Murphy`s Gesetz hat mal wieder gnadenlos zugeschlagen. Die Klausur (bereits vor zwei Wochen besprochen) musste erneut durchgekaut werden, damit auch der letzte Depp endlich alles verstehen sollte.
Und da war sie wieder, meine alte Freundin, die Kapillarität!
Ab diesem Zeitpunkt habe ich meine Zeit dann mit „Seelen“ von Stephenie Meyer verbracht.

Das Buch wird auch das nächste sein, über dass ich hier schreiben werde. Wahrscheinlich morgen oder Sonntag ;)

Bis dann ihr Lieben

Eure Jessy








Sonntag, 29. Januar 2017

Buchreview "Die Auslese - nur die Besten überleben"

Mein erstes Buch der Januar Challenge war "Die Auslese" und ich habe es in weniger als drei Tagen verschlungen.

Aber zunächst ein paar Eckdaten.

Das Buch spielt in der Zukunft, hat 415 Seiten und ist das erste von insgesamt 3 Bänden.

Inhalt:

Sie wurde auserwählt um zu führen - oder zu sterben

Nach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen.
Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese.
Cia ist 16, als sie zu den Prüfungen antritt, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist.
Zunächst ist sie von Stolz erfüllt - bis die erste Kandidatin stirbt.
Jetzt wird sie von Angst erfasst, denn sie erkennt:
Nur die Besten überleben.


Ich persönlich fand das Buch wirklich gut und sehr spannend. Es ist definitiv anders, als das meiste, was ich bisher so gelesen habe und hat mich von der Story an die Tribute von Panem erinnert.
Es ist auf jeden Fall lesenswert.

Und jetzt widme ich mich wieder "Seelen", denn das möchte bis Dienstag fertig gelesen sein und ich habe noch etwas über 400 Seiten vor mir^^

Bis dann

Eure
Jessy

Samstag, 28. Januar 2017

Man kann ja nicht alles wissen...

So wird der Titel meines Buches lauten, wenn ich mit der Umschulung fertig bin.
"Man kann ja nicht alles wissen - Meine Umschulung zur Friteuse"
Man braucht keine Witze und keine Comedians, die witzigsten Stories schreibt das Leben!
Und heute habe ich genau so eine für euch.
Ich werde jetzt alle diese Sachen aufschreiben und am Ende meiner Umschulung ist es dann ein Buch^^

Was ist ein Inhaltsverzeichnis?

Ein weiteres Erlebnis mit meiner Lieblingsmitschülerin hatte ich bereits in der nächsten Woche. Wir hatten Unterricht bei Herrn Dacher. Er unterrichtet bei uns Wirtschaft und Soziales und ich glaube, manchmal würde er gern selbst ein Buch schreiben und sich darüber auslassen, was ihm so alles als Lehrer begegnet und mit welchen Dummheiten er sich so rumschlagen muss.
Er betont des Öfteren, dass er manchmal gern einfach eine Videokamera mitlaufen lassen würde, um es uns vorzuspielen. Er sagt immer „ihr müsstet mal hier vorne sitzen, ihr würdet euch scheckig lachen“ und ich muss ihm Recht geben.
Selten habe ich so viel zu lachen, wie Donnerstags in seinem Unterricht. Ungestraft betitelt er Schüler als hohle Nuss, hohle Taube, Hohlbrot, Hohlfrucht, Blondie, Zicke oder Klugscheißer. Letzteres trifft mich ab und an und wohl auch berechtigt, da ich wirklich oft nicht in der Lage bin, mein loses Mundwerk zu halten.
Das Beste an den besonderen Spitznamen ist jedoch nicht, die trockene Art, wie er diese gebraucht, sondern, dass so manch „hohle Taube“ auch noch darüber lacht, wenn er sie so bezeichnet.
Während ich so manche Theoriestunde Dienstags gern schwänzen würde, ist der Donnerstag mein persönliches Highlight der Woche.

Und es war auch Donnerstag, als Vanessa Nuran erklärte, was ein Inhaltsverzeichnis ist und wozu man es benutzt.
Nein, ihr habt euch nicht verlesen und ich habe mir die folgenden Ereignisse nicht ausgedacht. Ich habe nichts hinzugedichtet und nichts übertrieben. Es hat exakt so stattgefunden.
Herr Dacher hält im Unterricht inne, sieht Vanessa an und fragt ungläubig:
Du erklärst ihr grad nicht wirklich, was ein Inhaltsverzeichnis ist?“
Die Antwort klang beinahe so ungläubig, wie die vorangegangene Frage unseres Dozenten:
Doch, sieht danach aus.“
Während unser Dozent in schallendes Gelächter ausbrach, begann Nuran, sich zu rechtfertigen.
Man kann ja auch nicht immer alles wissen. Ist ja schön, wenn andere das kennen, aber das braucht man ja auch nicht immer.“
Nun konnte ich einen Lachkrampf nicht länger unterdrücken und auch Lara neben mir fiel vor lachen fast vom Stuhl. Doch statt jetzt einfach ruhig zu sein, setzte Nuran zu einer weiteren Erklärung an.
Wenn man in Deutschland aufwächst, kennt man das vielleicht, aber in der Türkei braucht man so was nicht.“
Wer jetzt glaubt, ich würde lügen: nein, es ist die reine Wahrheit und einer der vielen Gründe, warum ich dieses Buch geschrieben habe.
Und wer nun denkt, tiefer könne das Niveau in einer Umschulung nicht mehr sinken, der irrt sich!
Nachdem wir nun abschließend geklärt hatten, wie man ein Inhaltsverzeichnis benutzt, folgte die nächste Anmerkung.
Und warum sind da zwei Inhaltsverzeichnisse?“
Auf die Frage, wie sie auf zwei Inhaltsverzeichnisse kommt, erklärte sie nun ihrerseits, hinten im Buch sei ja noch Eines und das wäre viel genauer, als das vorn im Buch.
Nuran, das ist das Stichwortverzeichnis.“
Hä und warum braucht man das? Eins würde doch reichen.“
Ja, zu dumm von den Schreiberlingen des Fachbuches. Da haben sie sich die Mühe ganz umsonst gemacht. Eins hätte doch gereicht. Aber das ist typisch Deutsch: Wir brauchen halt alles doppelt und dreifach.

Namen habe ich selbstverständlich geändert. Sowohl von Mitschülern, wie auch die der Dozenten. Man will ja niemanden bloßstellen^^

Ich muss auch unbedingt die nächsten Tage noch meine Buchzusammenfassungen in ein paar Posts verpacken.

Also bis dann 

Eure Jessy
 

Donnerstag, 5. Januar 2017

Happy Birthday - wieder ein Jahr rum...

Halli Hallo ihr Lieben ;)

Heute ist mal wieder ein Jahr rum. Ein wunderbares Jahr voll schöner Momente, Lachen und Freude...wovon ich rede? Na, von meinem kleinen Minime...
Heute vor vier Jahren lag ich mit meinem Baby im Arm im Kreissaal und war der glücklichste Mensch der Welt.
Vier Jahre ist das her...kam mir gar nicht so lange vor.



Es war ein schöner Tag und ich bin dankbar für jede Stunde mit meinem kleinen Engel

Bis bald ihr Lieben :)

Eure Jessy

Freitag, 30. Dezember 2016

4-Jahreszeiten-Lesechallenge

Guten Abend.

Ich habe beschlossen: ich will nächstes Jahr an einer Lesechallenge teilnehmen. Und ich habe auch eine tolle Challenge gefunden und bereits die Bücher für Januar ausgewählt...

*Klick zur Challenge*

Das wird für mich eine echte Herausforderung.

Regeln und Aufgaben findet ihr Hier --*Klick*--

Meine Buchauswahl für Januar ist folgende:

Ich muss sagen, beim weißen Cover hab ich mich schwer getan und hoffe, dass ich das durchbekomme. Ansonsten hab ich noch eins, aber ich würde dem gern den Vorzug geben

Das wären dann für Januar 1615 Seiten, die zu lesen sind. Also etwas mehr als 50 Seiten am Tag. Also gut zu schaffen.
Ich freu mich schon drauf und werde somit zumindest 3 mal im Monat was zu schreiben haben^^

Bis zum nächsten Mal 

Eure Jessy

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Long long time ago...*sing*

Halli Hallo an Alle, die eventuell diesen verschütt gegangen Blog noch in ihrer Liste haben...  ^^

Ich musste grad dran denken, dass ich eigentlich lange mal wieder bloggen wollte, aber irgendwie bin ich nie dazu gekommen.
Am besten date ich euch mal ein bisschen up...

Also...ich bin noch immer Veganerin (inzwischen für mich ganz normal und selbstverständlich), ich bin nach wie vor zu dick und habe auch nicht abgenommen, kann aber trotz allem ganz gut mit mir leben...irgendwie.
Vielleicht kümmert es mich so wenig, weil ich gerade so viel anderes um die Ohren habe. Ich hab so viel gelernt, so viel zu tun gehabt, so wenig Freizeit, dass mich mein Gewicht genauso wenig beschäftigt hat, wie Sport und gesunde Ernährung. Ich bin einfach zur Gänze ausgelastet (und ab und an überlastet).
Meine Umschulung läuft -alles in allem- ziemlich gut. Ich stehe vor der Aufgabe, mir einen neuen Praktikumsplatz zu suchen, was mich mehr stresst, als es sollte.
Meine Chefin hat mich am 23.12. zum Gespräch gebeten und mir mitgeteilt, dass es für sie "nicht passt". Ich würde mir keine Mühe mit meiner Frisur geben (tja...nunja, wenn man weder Haarspangen, noch Zöpfe, noch sonst was tragen darf, wenn Locken einfach nicht halten und man nur eine Stunde Zeit im Bad hat, wird es da auch langsam eng - und langweilig), ich wäre nicht motiviert genug (ich gehe fest davon aus, dass man meine Unsicherheit (ja, ich hab ne große Klappe und wirke selbstsicher, bin aber eigentlich die wandelnde Unsicherheit) als mangelnde Motivation gedeutet hat, aber ich möchte festhalten: ich war immer pünktlich, zuverlässig, bin länger geblieben, wenn das nötig war, habe viele Aufgaben selbstständig erfüllt, habe getan, was man mir aufgetragen hat, ich habe nicht gemotzt, egal, was ich machen sollte, habe mir Kritik über Körperhaltung, Frisur und Co wirklich, wirklich, wirklich zu Herzen genommen, hatte schlaflose Nächte, habe alles versucht, um alle Erwartungen zu erfüllen, ich war wirklich vorbildlich. Lächelnd, freundlich, höflich...ich habe mir nichts vorzuwerfen.
Am besten fand ich aber den Kommentar: "Du wäschst bei uns ja fast nur Haare". Das hat mich echt getroffen. Ich meine, wenn man mir auch keine anderen Aufgaben gibt, was soll ich denn machen? Drum betteln? Ich fand das sooo unfair.
Naja, seis drum. Ich werde schon wieder was finden...aber trotz allem kratzt es an meinem Selbstwertgefühl...
Meine Klassenlehrerin sagte, ich soll mir das nicht so sehr zu Herzen nehmen. Sie fand es völlig daneben, einen Praktikanten einen Tag vor Weihnachten vor die Tür zu setzen, besonders, wenn man sich nichts hat zu Schulden kommen lassen, aber sie meinte, manchmal passt es einfach menschlich nicht. Das ist dann doof, aber kein Grund, traurig zu sein.
Jetzt sind ja auch erst mal Ferien. Ich hab mir so den ein oder anderen Salon rausgesucht und mache mich morgen mal ans telefonieren. Einer ist darunter, der reiner Natursalon ist und mich ganz besonders interessiert.
Mit Chemie und handelsüblichen Produkten arbeite ich ja in der Schule genug und so könnte ich noch andere Dinge lernen, denn mit Henna arbeiten wir zb gar nicht.
Ich würde auch gern einen eigenen Salon aufmachen.
Bedeutet, ich muss noch ein Jahr hintendran hängen und meinen Meister machen. Ich bin sicher, dass ich das schaffe.
Nächstes Jahr im März ist Gesellenprüfung Teil 1 und ich bin (auch, wenn ich sicher bin, dass ich das alles irgendwie schaffe) sehr nervös.
Danach habe ich dann 1 Jahr, um mich auf den zweiten Teil vorzubereiten. Auf den freue ich mich schon eher, als auf den ersten teil (nicht so viel klassisches Zeug und mehr modernes).

Ansonsten ...
Ich lese zur Zeit wieder viel (als Ausgleich zum Schulstoff, weil ich sonst irre werden würde und manchmal auch IM Unterricht, weil ich sonst nur noch lachend den Kopf gegen die Wand schlagen würde. Ernsthaft; das Niveau im Theorieunterricht ist für mich oftmals gaaaanz schwer zu ertragen).
Und ich denke oft an meinen Vater. Wüsste gerne, was er macht, wie es ihm geht und ob er manchmal vielleicht auch an mich denkt. Seltsam, dass es mich immer zum Jahresende so packt. Ich wünschte, ich könnte das einfach abstellen.
Letztens hab ich mit meiner Tochter mein Fotoalbum durchgeblättert und sie fragte: "Und wer ist das?"
Ich bin ja ehrlich mit ihr (sie ist fast vier...Lügen: zwecklos und will ich auch nicht).
"Das ist mein Papa."
Und da sie ja nicht doof ist, folgte direkt die nächste Frage:
"Und wo ist der?"
-Ich weiß es nicht
"Warum nicht?"
-Weil ich und mein Papa keinen Kontakt mehr haben
"Warum nicht?"
-Weil wir uns nicht gut vertragen haben
"Dann müsst ihr euch die Hand geben und euch vertragen und dann könnt ihr auch wieder miteinander reden"

Sie ist ein Engel. Mein sensibles, liebes, wundervolles, intelligentes, mitfühlendes Mädchen. Stur wie ein Esel und lieb wie ein Engel. Und viel zu nett.
Ich hab ihr letztens gesagt, wenn xy dich das nächste Mal haut, dann hau zurück (es sind immer dieselben zwei Jungs, der eine spricht kaum Deutsch und ist deshalb körperlich übergriffig und der andere kommt aus...wie soll ich sagen? Sehr..."einfachen" Verhältnissen, wo man noch glaubt, ein Klaps schadet nicht und so). Da sagt mein Kind doch ernsthaft zu mir:
"Mama, hauen darf man nicht. Das weißt du doch. Hauen ist gar nicht schön und gar nicht nett. Das tut anderen doch weh, wenn man haut und man darf anderen nicht weh tun, weil die das nicht wollen."
Was soll man dazu noch sagen? Und ja: Sie quatscht in langen Sätzen. Sie redet den GANZEN Tag...wie ein Buch. Es ist soo niedlich (und so so so anstrengend) und ich liebe sie so sehr!
Sie war im November auf ihrem ersten Kindergeburtstag. Beim Abgeben:
Ich geh dann jetzt und... (weiter bin ich nicht gekommen)...
Steht mein noch nicht ganz vierjähriges Mädchen vor mir, verdreht die Augen (Ja...das kann sie) und sagt: "Mama, geh jetzt" und schiebt mich zur Tür raus.
Wann genau ist aus meinem Baby so ein eigenständiger, kleiner Mensch geworden Oo Bei der Geschwindigkeit kommt doch keiner mit xD
Inzwischen ist sie tagsüber sicher trocken (seit Sommer) und nachts...nunja...das üben wir noch. Sie war erst trocken...aber momentan wechsel ich nachts Bettwäsche und Decken aus. Sie kommt nachts (jede Nacht) zu uns rüber, ist superanhänglich und kann sich ganz schlecht trennen. Wir halten es für eine Entwicklungsphase...*es ist nur eine Phase, das geht vorbei,..irgendwann...BIIIITTTEEEE!*
(Bitte, sag mir einer, dass das bald wieder aufhört...ich brauche mehr Schlaf!!)

Meine Beziehung besteht nach wie vor...lieber Himmel, wir sind zum Ende meiner Ausbildung 10 Jahre zusammen! Wann genau sind diese 10 Jahre eigentlich vergangen?

Insgesamt bin ich sehr zufrieden und sehr glücklich.

Und jetzt beende ich diesen Roman und hoffe, dass es da draußen noch Menschen gibt, die das hier überhaupt noch lesen xD

Eure Jessy

Donnerstag, 14. Juli 2016

Ich bin dann mal Veganer...

Halli Hallo ^^

Ich nutze gerade mal die Zeit, die mein Kind fernsehen darf (oh ja...mein Kind darf gruselig-grausige, moderne Medien nutzen und tut dies heute ausgiebig, weil es draußen ständig regnet^^).

Ich lebe jetzt seit Anfang Juli vegan. Warum? werdet ihr fragen und das zu Recht.
Sagen wir so:
Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, was ich eigentlich so esse, wo mein Essen herkommt...Zucht, Aufzucht, Transport, Haltung, Schlachtung,...
...und bin zu dem Schluss gekommen, keine armen, gequälten Kreaturen mehr essen zu wollen. Auch der Genuss anderer tierischer Produkten ist mir so ziemlich vergangen.
Wen es interessiert, wie es hierzulande so zugeht, dem empfehle ich, mal bei Youtube "Earthlings" anzuschauen.
Ich binde es hier absichtlich nicht ein, weil es schon recht heftig ist und ich sicher bin, dass das nicht jeder sehen will. Und ich will vor allem niemanden missionieren (nichts ist widerlicher, als dieser ewige Missionsdrang vieler Vegetarier und Veganer....das nervt sogar mich bisweilen).
Ich habe diese Entscheidung für mich getroffen und was andere tun, ist nicht meine Sache...

Und obwohl ich gerade erst zwei Wochen dabei bin -was ja wirklich noch nicht lange ist- gibt es schon jetzt ganz viele Dinge, bei denen ich nur noch mit den Augen rollen kann...
Es ist total lustig, wie viele Leute sich plötzlich um meine Gesundheit sorgen. Sich darum sorgen, was ich eigentlich noch essen kann und wie ungesund vegane Ernährung ist.
Ich kann euch versichern: Es geht mir blendend!

Vielleicht stelle ich die Tage mal eine Liste zusammen, mit den Sprüchen und Kommentaren, die man sich so anhören darf, wenn man nicht mehr das isst, was alle essen.
Wenn euch da was zu einfällt, lasst es mir gern als Kommentar da ;)

Bis die Tage...

Eure Jessy