Samstag, 28. Januar 2017

Man kann ja nicht alles wissen...

So wird der Titel meines Buches lauten, wenn ich mit der Umschulung fertig bin.
"Man kann ja nicht alles wissen - Meine Umschulung zur Friteuse"
Man braucht keine Witze und keine Comedians, die witzigsten Stories schreibt das Leben!
Und heute habe ich genau so eine für euch.
Ich werde jetzt alle diese Sachen aufschreiben und am Ende meiner Umschulung ist es dann ein Buch^^

Was ist ein Inhaltsverzeichnis?

Ein weiteres Erlebnis mit meiner Lieblingsmitschülerin hatte ich bereits in der nächsten Woche. Wir hatten Unterricht bei Herrn Dacher. Er unterrichtet bei uns Wirtschaft und Soziales und ich glaube, manchmal würde er gern selbst ein Buch schreiben und sich darüber auslassen, was ihm so alles als Lehrer begegnet und mit welchen Dummheiten er sich so rumschlagen muss.
Er betont des Öfteren, dass er manchmal gern einfach eine Videokamera mitlaufen lassen würde, um es uns vorzuspielen. Er sagt immer „ihr müsstet mal hier vorne sitzen, ihr würdet euch scheckig lachen“ und ich muss ihm Recht geben.
Selten habe ich so viel zu lachen, wie Donnerstags in seinem Unterricht. Ungestraft betitelt er Schüler als hohle Nuss, hohle Taube, Hohlbrot, Hohlfrucht, Blondie, Zicke oder Klugscheißer. Letzteres trifft mich ab und an und wohl auch berechtigt, da ich wirklich oft nicht in der Lage bin, mein loses Mundwerk zu halten.
Das Beste an den besonderen Spitznamen ist jedoch nicht, die trockene Art, wie er diese gebraucht, sondern, dass so manch „hohle Taube“ auch noch darüber lacht, wenn er sie so bezeichnet.
Während ich so manche Theoriestunde Dienstags gern schwänzen würde, ist der Donnerstag mein persönliches Highlight der Woche.

Und es war auch Donnerstag, als Vanessa Nuran erklärte, was ein Inhaltsverzeichnis ist und wozu man es benutzt.
Nein, ihr habt euch nicht verlesen und ich habe mir die folgenden Ereignisse nicht ausgedacht. Ich habe nichts hinzugedichtet und nichts übertrieben. Es hat exakt so stattgefunden.
Herr Dacher hält im Unterricht inne, sieht Vanessa an und fragt ungläubig:
Du erklärst ihr grad nicht wirklich, was ein Inhaltsverzeichnis ist?“
Die Antwort klang beinahe so ungläubig, wie die vorangegangene Frage unseres Dozenten:
Doch, sieht danach aus.“
Während unser Dozent in schallendes Gelächter ausbrach, begann Nuran, sich zu rechtfertigen.
Man kann ja auch nicht immer alles wissen. Ist ja schön, wenn andere das kennen, aber das braucht man ja auch nicht immer.“
Nun konnte ich einen Lachkrampf nicht länger unterdrücken und auch Lara neben mir fiel vor lachen fast vom Stuhl. Doch statt jetzt einfach ruhig zu sein, setzte Nuran zu einer weiteren Erklärung an.
Wenn man in Deutschland aufwächst, kennt man das vielleicht, aber in der Türkei braucht man so was nicht.“
Wer jetzt glaubt, ich würde lügen: nein, es ist die reine Wahrheit und einer der vielen Gründe, warum ich dieses Buch geschrieben habe.
Und wer nun denkt, tiefer könne das Niveau in einer Umschulung nicht mehr sinken, der irrt sich!
Nachdem wir nun abschließend geklärt hatten, wie man ein Inhaltsverzeichnis benutzt, folgte die nächste Anmerkung.
Und warum sind da zwei Inhaltsverzeichnisse?“
Auf die Frage, wie sie auf zwei Inhaltsverzeichnisse kommt, erklärte sie nun ihrerseits, hinten im Buch sei ja noch Eines und das wäre viel genauer, als das vorn im Buch.
Nuran, das ist das Stichwortverzeichnis.“
Hä und warum braucht man das? Eins würde doch reichen.“
Ja, zu dumm von den Schreiberlingen des Fachbuches. Da haben sie sich die Mühe ganz umsonst gemacht. Eins hätte doch gereicht. Aber das ist typisch Deutsch: Wir brauchen halt alles doppelt und dreifach.

Namen habe ich selbstverständlich geändert. Sowohl von Mitschülern, wie auch die der Dozenten. Man will ja niemanden bloßstellen^^

Ich muss auch unbedingt die nächsten Tage noch meine Buchzusammenfassungen in ein paar Posts verpacken.

Also bis dann 

Eure Jessy
 

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