Samstag, 28. Februar 2015

Meine Horrorwoche...

Hallo meine Lieben :)

Heute komme ich nach ewiger Zeit endlich mal wieder zum Bloggen.
Ja...vorletzte Woche war erst mein Freund krank und dann die Kleine...zum Wochenende hin hat es dann mich erwischt.
Erst der blöde Infekt...ich wusste gar nicht, dass einem von so was der ganze Körper schmerzen kann...und dann hab ich ne Zahnfleischentzündung bekommen.
Da ich die jedes Mal bekomme, wenn ich krank bin, hab ich mir nicht viel bei gedacht...wird schon wieder weggehen-wie immer-...tat es aber nicht.
Dienstag hab ich den Tag mit Schmerzmitteln und der Hoffnung verbracht, dass es ja jetzt nur wieder besser werden kann und dass das schon wieder wird.
Warum ich nicht zum Zahnarzt gegangen bin?
Ich hab ne Zahnarztphobie. Mir wird schon schlecht, wenn ich nur dran denke, so eine Praxis betreten zu müssen. Beim Anrufen zittern mir schon die Hände.
Mittwoch waren die Schmerzen dann so schlimm, dass keine Schmerzmittel mehr geholfen haben.
Ich hab mich also in die Bahn gesetzt und bin einfach hingefahren.
In der Zahnarztpraxis waren alle sehr nett zu mir, wollten mich aber da nicht behandeln. Meine Backe war dick, heiß und rot und die haben sich da nicht rangetraut. Also musste ich weiter in die Zahnklinik...

-Ab hier würde ich allen zart besaiteten Lesern raten, aufzuhören zu lesen-

-ernsthaft- das könnte triggern-


Ich weiß nicht, ob ihr das nachvollziehen könnt, aber allein das Wort "Zahnklinik" hat bei mir für nen halben Nervenzusammenbruch gesorgt.
Dort angekommen durfte ich erst mal Formulare ausfüllen. Dann warten. Ins Behandlungszimmer....wieder warten. Keiner hat mit mir geredet, keinen hat es interessiert, dass ich zitternd da auf dem Stuhl saß und geheult habe, weil ich so tierisch Angst hatte.
Die Behandlung erfüllte meine schlimmsten Erwartungen. Die Betäubungsspritze hat derart weh getan, dass mir vor Schmerzen schwindelig geworden ist. Dann hat man mir das Zahnfleisch aufgeschnitten, um den Eiter abzulassen.
Dann gab's ein Rezept für Antibiotika, ein warmer Händedruck und Tschüss.
Kein Kühlkissen, kein Schmerzmittel...
Die haben mich einfach im (mehr oder weniger) Schockzustand gehen lassen.
Die Schmerzen waren die Hölle und ich war froh, dass meine Mama mich abgeholt hatte...
Abends hat sich dann noch dieser komische Mullstopfen gelöst und es fing an zu bluten. Das Blut lief und lief und lief und ich hatte echt Panik, zu verbluten.
Mein Freund hat dann erst meine Mama angerufen und dann die 112 gewählt. Die haben ihm dann erklärt, dass das ganz normal ist und dass das von allein aufhört. Hat es dann auch.
Keiner hatte mich gewarnt, dass das so heftig bluten würde. Die sagten bloß, wenn sich das löst, wäre das nicht schlimm...dass das aussieht, als hätte einer nen Schwein geschlachtet, das hat mir keiner gesagt!

Abends war ich dann fix und alle.
Da ich nen sehr kaputten Backenzahn habe (der ist die Ursache), wusste ich, ich muss zum Zahnarzt, ich muss das machen lassen, ich muss mich jetzt überwinden und in Behandlung bleiben.

Also hab ich mir nen Termin geben lassen, um die Behandlung im Krankenhaus nachkontrollieren zu lassen. Das war gestern.
Die Arzthelferinnen super nett, sehr einfühlsam und sehr zuvorkommend.
Die Zahnärztin selbst: Unfreundlich, uninteressiert, unmotiviert.
Ich kam mir vor, als hätte ich ein Verbrechen begangen. Die hat echt so getan, als wäre ich halt selber schuld an der ganzen Sache (ja sicher, irgendwo ja schon, aber ich hatte halt mehr Angst als Schmerzen...bis jetzt).
Sie hat dann nur angemerkt, der Zahn müsse raus und sie könne jetzt nichts machen. Kein Folgetermin, keine Beratung, gar nichts...
Hat noch an der Wunde rumgestochert (danke dafür...ich hatte den ganzen Nachmittag Schmerzen!) und ich war nach nichtmal zwei Minuten aus dem Behandlungszimmer wieder raus...

Jetzt stehe ich wieder vor der Enstcheidung, zu welchem Zahnarzt ich gehe. Wieder jemand, den ich nicht kenne, wo ich nicht weiß, ob ich mit einem guten Gefühl nach Hause gehen werde oder nicht.
Ich hab mir einen speziell für Angstpatienten rausgesucht und hoffe, dass es dieses Mal besser wird...

Zumindest bin ich derzeit wieder schmerzfrei und Montag lasse ich mir dann einen Termin geben und gehe das Problem an...
Wenn jemand nen Tipp hat, wie er solche Termine gut übersteht, dann immer her damit ;)

Bis dann

Eure Jessy

Kommentare:

  1. Ich habe eigentlich nicht solche extreme Angst vor solchen Dingen, aber musste auch schon paar eher unangenehmere Dinge hinter mich bringen (Weisheitszähne, Blinddarm-OP, Abszess aufschneiden etc.)... Ich denke mir dann meistens so was wie "In einer Stunde ist alles vorbei und das Leben sieht wieder ganz anders aus." und dann zähle ich die Zeit einfach runter. ^^ Und für danach überlege ich noch etwas Schönes, worauf ich mich freuen/dran denken kann. Vielleicht hilft dir das auch ein bisschen. :)
    Aber krass, dass diese Ärztin da so unfreundlich und irgendwie ja schon dreist war. Oo

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  2. Also ich hab zwar nicht wirklich Angst vor dem Zahnarzt, aber meine Zahn-OP letztes Jahr hatte ich bei einem Kieferchirurgen, der auch auf Angstpatienten spezialisiert war. Darüber war ich dann doch ganz froh, als ich an dem Tag da war, weil ich mir ganz schön viel ekeliges im Vorfeld vorgestellt habe und doch etwas unruhig war. Er hat mir sogar ne Tablette angeboten, die einem due Angst nimmt. So schlimm war es dann allerdings doch nicht. Aber vielleicht solltest du das in Erwägung ziehen :) Der Arzt war auch super nett und hat ganz viel mit mir geredet!

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  3. Da hast du ja wirklich ein Martyrium hinter dir :(
    Ich hab auch immer wieder mit Zahnfleischentzündungen zu kämpfen, meist wenn das Immunsystem mit anderen Dingen überfordert ist oder es mir schlecht geht ... beim ersten Mal war's auch sehr schlimm und ich musste auch zum Zahnarzt, den Eiter rausholen lassen. Der hat dann nur gemeint: Hätten Sie mal lieber vorher Zahnseide benutzt.
    Ja klar danke, das braucht man in dem Moment.
    Mit hat übrigens eine Zahnbürste sehr geholfen, die der Zahnarzt meiner Mama ihr empfohlen hat: Pulsonic von Sonicare.
    Wünsch dir das Beste!

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