Freitag, 20. Juni 2014

Meine Schwiegermutter im Fahrstuhl...ich lasse einen Drachen steigen^^

Hallo meine Lieben :)

Jaaaa...der Schwiegerdrache ist zurück und schlägt jetzt um sich. Aber ich sollte vorne anfangen...
Eigentlich wollten wir uns ja Samstag treffen, um mal zu reden. So der Plan.
Dann rief sie Donnerstag an und hat es auf nächste Woche verschoben und ich dachte schon so...na klar...ihr ist was dazwischen gekommen...akute Unlust zum Beispiel...oder die Feigheiteritis...
Und ich hatte Recht...gestern hat sie meinem Freund (per Mail) mitgeteilt, dass sie nun doch nicht will. Es sei noch nicht der richtige Zeitpunkt.
Da ich aber nicht gewillt war, dass so weiter mitzumachen hab ich ihr kurzerhand geschrieben...

Ich hab mir Mühe gegeben, keine Vorwürfe, kein Gezicke...
Was mir ja echt schwer gefallen ist, weil ich echt vieles zu sagen hätte und ihr am liebsten verbal eine reingehauen hätte, schon allein dafür, dass sie so mit uns spielt.
Aber nein, ich wollte ja erreichen, dass es endlich Frieden gibt...
...






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Und dann kam die Antwort. Ich meine...das gleicht schon einer verbalen Ohrfeige, trotz allem will man ja keinen Streit und vor allem: Es geht mir nicht um mich und nicht um sie, sondern um unser Kind, dass ihre Großmutter kennen lernen sollte (schon allein, weil ich weiß, wie es ist, wenn man sie nicht kennt. Stört einen als Kind nicht sonderlich, aber man wird ja irgendwann erwachsen...)




Und weil ich ja nett sein wollte, hab ich noch einen Anlauf gewagt...

Und jetzt bin ich ehrlich gesagt echt nur noch sauer. Erstens, SIE wollte nicht. Wir haben es immer wieder versucht und sie hat ihren Arsch nicht hierher bewegen wollen. Das ist mal das Erste. Und dann dieser dumme Spruch: als sie ihn abholen MUSSTE?
Hallo? Sie WOLLTE das! Und dann hat sie versucht, ihm einzureden, er solle ausziehen und uns sitzen lassen. Jaha...so war das. Und ja: ich war abweisend!
Mein Freund hat mich mit meinem 5 Wochen (!!!) alten Baby allein gelassen und wurde ausgerechnet von der Frau abgeholt, die mich sowieso nicht leiden konnte. Es war gar nicht geplant, dass ich ihr begegne. Ich wollte weg sein, bevor sie ihn abholen kommt und bin ihr leider an der Tür in die Arme gelaufen. Selbstverständlich war ich zu diesem Zeitpunkt nicht hocherfreut sie zu sehen.
Mal ganz abgesehen von ihrem hämischen Grinsen -.-" Das war mit Abstand der schlimmste Tag in meinem Leben und ich hab mich selten so einsam und verletzt gefühlt. Das man da nicht lächelt und nett ist, sollte wohl klar sein?!
Immerhin hat auch sie ihre Kinder alleine großziehen müssen.
Und welches emotionale Hin-und Her? Ich hab es versucht und sie ist biestig wie immer! Und dass sie es wagt, von meinem Kind zu sprechen! Ich liebe mein Kind über alles und ich würde für sie sterben wenn ich das müsste! Und diese Frau wagt es, mir zu sagen, was meinem Kind gut tut und was nicht?!?
Ich bin so unendlich wütend und überlege noch, wie genau ich darauf reagieren werde. Vielleicht schreibe ich ihr jetzt stumpf mal alles, was mich ankotzt. Ist doch eh egal. Sie hasst mich ja so oder so. Kaputt machen kann ich da nicht mehr viel...

Sorry, ich musste den Wutausbruch grad mal irgendwo lassen. Drückt mir die Daumen, dass ich es schaffe, trotzdem nett und freundlich zu bleiben. Sie ist immerhin die Mutter meines Freundes...

Bis dann meine Lieben und ein schönes Wochenende ;) Ihr hört von mir ^.-

Eure Jessy

Kommentare:

  1. Das ist einfach pure Provokation, unglaublich. Ich finde, du hast das bis jetzt wirklich gut gelöst und bist sehr sachlich geblieben. Die Sätze "Das war mit Abstand der schlimmste Tag in meinem Leben und ich hab mich selten so einsam und verletzt gefühlt. Das man da nicht lächelt und nett ist, sollte wohl klar sein?!" würde ich ihr tatsächlich mal so schicken. Ich glaube, sie ist sich gar nicht im klaren darüber, dass dir das weh tut. Ich habe das Gefühl, sie reagiert nur so, weil sie denkt, dass du absichtlich Stress willst. Das ist nicht der Fall, aber man steigert sich in sowas ja gerne Mal rein. Bleib bitte, bitte bei deiner Schreibweise, dann hast du dir wenigstens nichts vorzuwerfen. Dann liegt es nicht mehr an dir. Denk immer daran.
    Und wenn sie dann immer noch nicht in der Lage ist, sich für IHR Enkelkind wie eine erwachsene Frau zu benehmen, dann hat es einfach keinen Sinn. Ich bin ohne Vater aufgewachsen, habe ihn auch nie kennengelernt wegen seines Verhaltens, aber man kann niemanden vermissen, den man gar nicht kennt. Wenn sie kein Interesse hat, dann ist das ihr Pech. Deiner Maus geht es auch so gut, da bin ich mir ganz sicher! Ganz viel Kraft und Nervenstärke wünsche ich dir <3

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  2. Also, um da mal etwas Aggression rauszunehmen: Oft sind Worte nicht wohlüberlegt, aber wenn sie geschrieben sind, kann man sie immer wieder lesen, fehlinterpretieren oder missverstehen. Ich meine das keinesfalls böse. Ich glaube schon, dass du das alles (echt ekligerweise) richtig verstanden hast. Aber ich weiß nicht, ob sie weiß, wie sehr Dich das verletzt. Ich schließe mich da der anderen Jessi (hihi) an. Ich glaube, deiner Tochter schadet es nicht dermaßen, ihre Oma nicht kennenzulernen. Das sage ich nicht, weil ich das studiert habe, sondern weil ich glaube, dass man vieles ausgleichen kann durch Elternliebe, eine gute Bindung und ein schönes Aufwachsen.
    Entspann Dich, hol' tief Luft und gib' Dir einfach nicht die Blöße, darauf genauso zu reagieren, wie sie es erwartet und wie es auch angemessen wäre, sondern überrasch' sie vielleicht mit einer erwachsenen Distanziertheit.
    Du schaffst das schon!

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  3. Ich finde den letzten Satz der SMS schon sehr ausschlaggebend: "Ein emotionales HIn und Her tut mir nicht gut und Antonia erst recht nicht."
    Eine Oma, die für ihr Enkelkind tatsächlich etwas Tiefgreifendes empfindet, würde sich nicht an erster Stelle setzen. Sicher stimmt es, dass man viel in Textnachrichten hinein interpretieren kann, aber dies sagt mir, dass sie ohnehin nicht sonderlich darin interessiert ist, die Kleine kennen zu lernen. Ob es nun ist, weil sie sich nicht im passenden seelischem Zustand befindet, was auch immer das bedeutet, oder weil ihre Abscheud dir gegenüber zu groß ist.
    Offen gestanden habe ich sehr viel, SEHR viel, Verständnis für jemanden, der dem Anscheind nach viele Probleme mit sich und der Welt herumträgt. Manche sind einfach nicht in der Lage, sich empathisch genug zu verhalten, um alten Streit bei zu setzen zum Wohle eines Kindes. Sie sagt selbst, sie braucht Zeit. Indem du sie dazu überreden möchtest, Kontakt auf zu nehmen, drängst du sie in eine Ecke, in die sich sich nicht wohlfühlt. Sie schlägt verbal aus, weil sie eingeschüchtert zu sein scheint. (Wenn in ihrem Falle noch andere Problematiken, immerhin war sie alleinerziehend, einher gehen, verschlimmert es dies nur. Beispielsweise gibt es Depressive, die inneren Schmerzen in Form von Aggressionen an anderen heraus lassen. Aber ich weiß ja nicht, ob dies bei ihr der Fall ist. Gut sprechen möchte ich es natürlich auch nicht.) Und du schreibst es ja selbst: Du bist wütend. Du bist verletzt. Du möchtest dieses Zusammenführen aus dem Grund, dass deine Tochter eine Oma hat - das kann ich verstehen-, aber auf Zwang geht da leider gar nichts. Und unterschwellige Aggressionen und Anfeindungen bekommt das Kind wohl mehr mit als die pure Abwesenheit der Oma.

    Zum Beispiel hat meine Oma mich auf dem Tod nicht ausstehen können. Einmal im Jahr musste ich auf nette Enkeltochter machen, damit des Friede zwischen den Haushalten gesichert war, aber im Nachhinein wäre ich lieber ganz und gar ohne gewesen. Ohne diese unausgesprochenen Vorwürfe, für die ich mit meiner Geburt verantwortlich war.

    Ich finde es nobel von dir, wie gut du die Situation gemeistert hat. Du hast einen Schritt gemacht und sie ist in entgegengesetze Richtung davon gerannt. Lass dich davon nicht beunruhigen. Deine Tochter ist umsorgt und behütet. Dein Freund ist an deiner Seite. Für was sich deine Schwiegermutter entscheidet, wie lange es auch dauern mag, kann man jetzt nicht wissen.
    Du bist ein großartiger Mensch mit einer fantastischen kleinen Familie. Dein Selbstwert und deine Liebe ist nicht in Verbindung zu bringen mit der Anerkenung (für Tochter oder dich) dieser Frau.

    Liebe Grüße
    Emaschi

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