Dienstag, 1. April 2014

Wenn Herz und Verstand miteinander ringen...

Guten Abend meine Lieben...

Eigentlich war es ein guter Tag. Mal davon abgesehen, dass ich mal wieder mit meiner Maus auf dem Spielplatz war...ohne Papa (eigentlich hat er den Titel schon gar nicht mehr verdient)...wie immer.
Es war okay, denn ich wusste ja, dass er mit seinem Kumpel zocken wollte.
Schon okay, ist sein Kumpel (mit dem er in letzter Zeit mehr Zeit verbringt, als mit seiner Familie).
Ich hatte mich schon auf den Abend zusammen gefreut. Zeit zu zweit.
Da erzählt er mir, er war mit seinem Vater und seinem Kumpel auf Motorradtour. Das wäre ne spontane Idee von seinem Vater gewesen (was ich ehrlich gesagt nicht glaube).
Und schon waren sie wieder da: Engelchen und Teufelchen. Die beiden zoffen sich im Moment viel - sehr viel. Während Teufelchen bereits kurz vorm Explodieren war, sagte Engelchen: "Das ist okay. Es ist und bleibt sein Vater. Familie kann man sich nicht aussuchen und er kann nichts dafür, dass seine Eltern ne Meise haben."
Das konnte Teufelchen aber so nicht stehen lassen. "Nein, er kann nichts für seine Eltern. Aber er kann was dafür, wenn er die Gefühle anderer Menschen verletzt. Er nimmt seinen Kumpel mit, während sein Vater seine Familie ignoriert. Und das ist nicht okay."
Und so streiten die Beiden sich seit Stunden und ich weiß nicht, was ich denken oder fühlen soll. Aber es ist wieder ein Punkt mehr auf der Liste...
Müsste ich das Pro unserer Beziehung auflisten, sähe diese Liste kurz aus:
  • ich liebe ihn (nach wie vor)
  • er ist der Vater meiner Tochter
  • es ist schön, nicht allein zu sein 
Zum letzten Punkt muss ich sagen, dass dieser mit jedem Tag schrumpft. Wer steht nachts auf, wenn die Kleine weint? Wer steht morgens auf, wenn sie wach ist? Wer macht ihr Frühstück? Geht mit ihr auf den Spielplatz/Schwimmen/...? Wer bringt sie abends ins Bett? Wer hat abends Sand in den Socken und blaue Flecken von der Schaukel? Die Antwort lautet: Er ist es nicht.
Und das sind nur ein paar Punkte.
Im Grunde bin ich meist allein, selbst, wenn er hier ist. Ich liebe ihn, aber wird das auf Dauer reichen? Ich bin mehr als Hausfrau und Mutter. Ich kümmere mich nicht nur um mein Kind, nein, ich muss noch zusehen, dass er morgens einigermaßen pünktlich aufsteht, damit unser Kind so was wie feste Zeiten hat...
Ich brauche einen Mann an meiner Seite, kein zweites Kind.

Es tut mir echt leid, dass ich in letzter Zeit so viel jammere, aber es ist einfach schwierig, wenn den ganzen Tag die Gedanken um das Für und Wieder kreisen...

Ich bin dann mal wieder off und hoffe, dass der Abend zumindest ruhig bleibt und das Teufelchen in mir es schafft, sich zu beherrschen.

Bis dann ihr Lieben,

Eure Jessy

Kommentare:

  1. hi Jessy, ohmann das liest sich so traurig. Und das wär genau der Punkt vor dem ich mega Schiss hätte beim Kinderkriegen: Dass ich als Frau mich um alles kümmern muss und der Kerl seinen A**** nicht hochbekommt... Du musst entscheiden ob du mit ihm besser dran bist oder ohne ihn. Das kann dir keiner abnehmen. Und "Liebe" ist so ne Sache. Versteht überhaupt jemand die Liebe. (ohje, jetzt wird es philosophisch!) Vielleicht ist es auch die Gewohntheit, die dich bleiben lässt? ich weiß dass es nicht leicht ist und schon gar nicht mit gemeinsamen Kind. Aber tut euch (dir und deiner Tochter) das wirklich gut? ich wünsche dir so sehr, dass du die richtige Entscheidung treffen wirst!

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  2. ich verstehe dich ja sooo gut. aber hast du ihm das auch mal so gesagt? nicht nur als vorwurf,sondern auch wie verletzt und allein gelassen dass du dich fühlst? und vl manchmal auch überfordert? ich wünsche euch, dass ihr eine ordentliche gesprächsbasis findet und auch eine lösung dafür.
    alles liebe leuka (die immer alle deine einträge so gerne liest aber nie was kommentiert)

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