Mittwoch, 24. Juli 2013

As time flies...

Hallo meine Lieben.

Ich sitze hier und staune darüber, wie schnell die Zeit vergeht. Überlegt euch das mal, meine Tochter wird im August schon sieben Monate alt. Inzwischen hat sie angefangen zu brabbeln und zu robben.
Wo ist die Zeit geblieben?
War das nicht gestern noch mein hilfloses, kleines Baby? Schlafen, Essen, Windel voll machen? Und plötzlich robbt hier so ein großes Mädchen rum und lacht mich an, während sie an meinen Socken zieht und meine Zeitschriften in kleine Schnipsel zerreißt, während sie laut bababa ruft und sich freut...
Ist das nicht irre? Ich hab meine eigene, kleine Familie und das Leben könnte kaum schöner sein.

Manchmal denke ich darüber nach, wie es wohl meinem Vater so geht. Ja, ich hab ihn nicht vergessen und werde es wohl auch nie können.
Ich finde schade, wie viel er verpasst und dass er nicht da ist und seine Enkeltochter aufwachsen sieht.
Hin und wieder beshäftigt mich das. Dann würde ich ihm gerne schreiben, ihm sagen, dass es mich noch immer verletzt, dass er mir manchmal fehlt, dass ich bereit gewesen wäre, ihm zu verzeihen, neu anzufangen...
Ich will nicht. dass er irgendwann stirbt, ohne, dass wir uns aussprechen konnten. Ohne, dass er meine bezaubernde, kleine Tochter kennen gelernt hat.

Vielleicht packt es mich doch irgendwann und ich schreibe ihm doch nochmal. Ich weiß, dass will er nicht...aber es gibt noch so vieles zu sagen...

Naja, ich werde mich jetzt mal wieder anderen Dingen widmen. Und hier regnet es endlich. Endlich...das wurde auch Zeit, die Luft konnte man kaum noch atmen und jetzt duftet es so herrlich nach Regen und morgen früh beim joggen wird die Luft schön klar und kühl sein (hoffe ich doch).

Bis dann ihr Lieben,

Eure Jessy

Kommentare:

  1. An den kleinen merkt man immer sooooo deutlich wie die Zeit vergeht...

    Das mit deinem Papa....
    hmmm... manchmal denke ich darüber auch nach... hab ja zu meinem auch keinen Kontakt, weil er es nicht will....aber dann...........

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  2. Ich will dich ermutigen, ihm zu schreiben. Gar nicht viel, nur deine Bereitschaft signalisieren, wieder in Kontakt zu treten. Dann hast du alles getan!

    Mein Vater ist tot und ich würde wer weiß was dafür geben, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte und ihm zumindest anbieten könnte, wieder Kontakt zu haben. Wann der Tod kommt, das weiß niemand. Deshalb: tu, was du tu kannst. Dann liegt es bei ihm!

    Was ist denn genau passiert bei euch???

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    1. Was passiert ist? Mein Vater hat sich wie ein Arschloch benommen...hat uns geschlagen und seiner Familie das Leben zur Hölle gemacht...trotzdem war ich letztes Jahr bereit, ihm noch eine Chance zu geben...seine Antwort hatte ich auch in einem Blogpost veröffentlicht.
      Er will keinen Kontakt und ich soll ihn vergessen, aber es gibt für mich einfach noch zu viel, was ich noch zu sagen hätte...

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  3. Dann sag es ihm bzw schreib es ihn. Das ist alles was du tun kannst. Dann liegt es bei ihm. Aber du kannst dir im Fall der Fälle nichts mehr vorwerfen.

    und: es ist absolut okay, keinen Kontakt zu seinem Vater zu haben!

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